Die Chirurgie der Bauchdeckenbrüche (Hernien) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewandelt. Von den diversen Nahtverfahren im Leistenbereich ist im Grunde nur ein Wesentliches übrig geblieben. Die meisten Brüche werden inzwischen spannungsfrei mit Netzen versorgt. Offene und minimalinvasive Verfahren (Laparoskopie od. „Schlüsselloch-chirurgie“) stehen nahezu gleichwertig zur Verfügung.
Für den Leistenbruch gibt es ein relativ breites Spektrum von Operationsmethoden. Prinzipiell sollte das Verfahren auf die individuelle Situation des Patienten zugeschnitten sein. Hierzu gehören neben dem Alter und dem Geschlecht auch das Beschwerdebild, die Größe des Bruches und eine evtl. Voroperation.
Für die optimale Versorgung des Leistenbruches haben sich Operationsverfahren etabliert, welche auch in die Empfehlungen der Europäischen Herniengesellschaft (EHS – European Hernia Society) eingegangen sind.
Zu den empfohlenen Operationen gehört als offenes Verfahren mit Naht die Operation nach Shouldice. Des Weiteren gehört dazu mindestens ein offenes Verfahren mit Netz (z. B. nach Lichtenstein). Und es sollte ein endoskopisches, bzw. minimalinvasives Verfahren (z.B. TAPP oder TEP) beherrscht werden.
Für die chirurgische Versorgung des Nabelbruches (Nabelhernie) stehen ebenfalls mehrere Verfahren zur Verfügung. Einer Empfehlung der EHS zufolge wird die Nabelhernie in kleine: < 2 cm, mittlere: 2-4 cm und große: > 4 cm Defekte eingeteilt.
Vielfach wird bei kleinen Nabelbrüchen bis 1 cm die Naht-Reparation (Direktnaht) mit nichtresorbierbarem Material durchgeführt. Bei mittleren Nabeldefekten wird eine offene Netz-Einlage oder die sog. IPOM-Reparation (intraperitoneales Onlay-Mash) in laparoskopischer oder offener Technik propagiert. Grundsätzlich lässt sich auch bei der Nabelhernie sagen, dass ein individuelles Vorgehen in Abstimmung mit dem Patienten erfolgen sollte. Hierbei ist auch zu verdeutlichen, dass kleinere Brüche, welche keine Beschwerden bereiten, nur beobachtet werden können.
Bei der Operation des Narbenbruches ist für die Therapie ebenfalls die Klassifikation der EHS wesentlich. Diese berücksichtigt die Lage der Hernie in der Bauchwand, ihre Defektbreite und den Rezidivstatus (wiedergekehrte oder erneute Hernie).
Durch die Fachgesellschaften wird grundsätzlich die operative Versorgung empfohlen, da eine deutlich Vergrößerungstendenz und Einklemmungsgefahr bestehen. Zur Anwendung kommen in jedem Fall Netzverfahren verschiedener Techniken. Auch im ambulanten Bereich lässt sich ein Teil dieser Brüche versorgen. Diese lassen sich, wie oben beschrieben, auch in minimalinvasiver Technik als versorgen.
Offene Verfahren und minimalinvasive Schlüssellochchirurgie mit oder ohne Netz – individuell angepasst.
In den meisten Fällen ja, um eine spannungsfreie und stabile Versorgung zu erreichen.
Dank moderner Narkose‑ und OP‑Techniken sind die Schmerzen meist gering.
Oft wenige Tage bis Wochen, abhängig vom Verfahren und der körperlichen Belastung.
Operative Entfernung der Gallenblase bei schmerzhaften Gallensteinen, Entzündungen oder Gallengangsverschluss.
Die Gallenblasenentfernung erfolgt in der Regel schonend per Schlüssellochtechnik.
Postoperative sorgfältige Überwachung und strukturierte Nachsorge.
Die überwiegende Ursache für die Entfernung der Gallenblase sind Gallenblasensteine, die Beschwerden verursachen. Diese Steine können auch zu einer akuten Entzündung der Gallenblase führen, welche dann in der Regel die Indikation für eine dringliche Operation darstellt. Auch die Wanderung von Steinen der Gallenblase in den Hauptgallengang, mit Verschluss desselben und plötzlicher Gelbfärbung der Haut, ist ein Grund für die Gallenblasenentfernung. In diesem Fall erfolgt die Operation jedoch oft erst nachdem der Stein durch eine Endoskopie (Spiegelung) aus dem Gallengang beseitigt wurde.
Der operative Eingriff (Cholecystektomie) erfolgt standardmäßig in minimalinvasiver Technik (MIC). Nur bei unvorhergesehenen Komplikationen oder bei bereits vor der Operation bekannten schwierigen Situationen im Bauchraum wird der Eingriff in der konventionellen Weise mit „großem“ Bauchschnitt durchgeführt. Die rein minimalinvasive Operation kann unter bestimmten Voraussetzungen ambulant erfolgen. In der Mehrzahl der Fälle ist sie mit einem Krankenhausaufenthalt von etwa 2-3 Tagen verbunden.
Bei schmerzhaften Gallensteinen, Entzündung oder Gallengangsverschluss.
Standardmäßig minimalinvasiv per Schlüssellochtechnik.
In der Regel etwa 2-3 Tage stationär.
Der häufigste Grund für die Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendix) des Blindarmes ist die akute Entzündung (Appendizitis) desselben. Der Eingriff stellt eine Notfalloperation dar und erfolgt daher meist nach einer Akutaufnahme im Krankenhaus.
Es gibt jedoch auch Erkrankungen der Appendix welche eher chronischer Natur sind und über längere Zeit zu wiederholten Schmerzen im rechten Unterbauch führen, die jedoch nicht die typischen Zeichen einer akuten Entzündung aufweisen. Vielfach sind betroffene Patienten bereits mehrfach zum Ausschluss einer akuten Appendizitis im Krankenhaus beobachtet worden, jedoch ohne Operation. Hiernach schließen sich meist umfangreiche ambulante Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen an.
Meist bleibt dann nur noch die Spiegelung der Bauchhöhle (Laparoskopie) zur weiteren Diagnostik und gleichzeitiger Entfernung des Blinddarmfortsatzes als letzte therapeutische Option übrig. Hierbei handelt es sich wiederum um ein Verfahren der „Schlüssellochchirurgie“.
In vielen Fällen wird erst dann die definitive Diagnose nach der feingeweblichen Untersuchung (Histologie) der Appendix gestellt.
Bei akuter Appendizitis oder anhaltenden, unklaren Beschwerden im rechten Unterbauch.
Ja, bei akuter Entzündung handelt es sich um eine Notfalloperation.
Meist minimalinvasiv per Bauchspiegelung.
Operative Behandlung bei akuter Entzündung sowie bei wiederkehrenden, unklaren Beschwerden.
Bauchspiegelung zur sicheren Abklärung und gleichzeitigen Entfernung des Blinddarms.
Notfallgerechte Behandlung nach Indikationsstellung und Einweisung mit abschließender Untersuchung und Nachsorge.
Gründliche Diagnostik und interdisziplinäre Abklärung zum Ausschluss anderer Ursachen bei chronischen Bauchschmerzen.
Schonende Bauchspiegelung zur gezielten Lösung von Verwachsungen.
Sicherer Krankenhausaufenthalt zur Überwachung und strukturierten Nachsorge.
Chronische Schmerzen im Bauchraum, oftmals über Jahre, können vielfältige Ursachen haben. Bei Patienten die bereits eine Bauchoperation hatten können dies jedoch Schmerzen sein, welche durch sog. Adhäsionen ausgelöst werden. Hierbei handelt es sich um Verwachsungen bzw. Verklebungen zwischen den Bauchorganen oder den Organen und der Bauchwand, welche vorwiegend als Folge von Entzündungen des Bauchfells durch die vorangegangenen Operationen entstanden sind.
Nach entsprechender Diagnostik zum Ausschluss anderer Ursachen dieser Beschwerden und typischer Symptomatik, wird daher die Indikation zur diagnostischen Bauchhöhlenspiegelung (Laparoskopie) gestellt. Hierbei können gleichzeitig die besagten Verwachsungen gelöst werden (Adhäsiolyse). Der Eingriff kann unter bestimmten Voraussetzungen ambulant erfolgen.
Verklebungen zwischen Organen oder der Bauchwand, oft nach früheren Operationen.
Durch eine diagnostische Bauchspiegelung mit gleichzeitiger Lösung der Verklebungen.
Ja, bei größeren Voroperationen zur sicheren Nachbeobachtung nach der Operation.
Das Vertrauen und die Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten stehen für uns an erster Stelle. Ihre positiven Rückmeldungen bestätigen unseren Anspruch an Qualität, Fürsorge und medizinische Kompetenz.
Gepostet auf Rosi TTrustindex überprüft, ob die Originalquelle der Bewertung Google ist. Ich war heute in der Akutsprechstunde bei Dr.Mulsow. Ich wurde vom Arzt sowie von den Schwestern sehr freundlich behandelt. Mein Dank dafür.Gepostet auf Christiane SchirrmannTrustindex überprüft, ob die Originalquelle der Bewertung Google ist. Ein dickes Dankeschön für das gesamte Team um Dipl.Med. Seewald...immer sehr nett, freundlich und termintreu. Hier fühlt man sich sehr gut aufgehoben .....Gepostet auf Lothar HoppTrustindex überprüft, ob die Originalquelle der Bewertung Google ist. Ich bin seit ca. 15 Jahren bei Dr. Lübke in Behandlung und fühle mich dort sehr gut aufgehoben. Mehrere OPs (Springfinger) verliefen ausgezeichnet. Keine Komplikationen, Finger waren nach ca. 4-6 Wochen nach der OP völlig in Ordnung. Die Gespräche waren immer Freundlich und sehr Provessionel. Termine wurden innerhalb von 14 Tagen vergeben. Das Personal immer freundlich und hilfsbereit. Meine letzte OP (Springfinger) erfolgt von Dr. Seewald. Ein ebenfalls sehr freunlicher und fachlich versierter Chirurg. Die OP erolgte, wie auch bei Dr. Lübke, sehr professionel. Keine Komplikationen, Finger nach 4 Wochen völlig in Ordnung. Die Praxis macht einen sehr guten Eindruck. Obwohl ich nicht in der unmittelbaren Nähe wohne, kommt für mich keine andere Praxis in Frage. Danke an das gesammte Team. Paxis mit den gesammten Personal kann ich nur weiter empfehlen. Lothar HoppGepostet auf Diana LeuendorfTrustindex überprüft, ob die Originalquelle der Bewertung Google ist. Sehr gut Praxis. Vielen Dank an Herrn Dr Seewald. War mit Probleme bei im gewesen und konnte mir weiterhelfen. Man nimmt sich Zeit für einen und bespricht es ganz genau. Jetzt weiß ich endlich was ich habe. Vielen Dank an das gesamte Praxis Team und an alle Ärzte Danke schön.Gepostet auf M. K.Trustindex überprüft, ob die Originalquelle der Bewertung Google ist. Bin sehr zufrieden. Sehr freundlich und kompetent 😊☀️Gepostet auf Anja ZTrustindex überprüft, ob die Originalquelle der Bewertung Google ist. Effizient, pragmatisch, zuverlässig! Nach einem Skiunfall hatte ich großen Respekt davor, in Berlin eine Praxis für die weitere Versorgung zu finden… Zum Glück kam ich in diese Praxis. Hier wird durch die Behandlung von Akutpatienten ein unglaublich wertvoller Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in Berlin geleistet. Man sollte sich dementsprechend darauf einstellen, dass alle Abläufe sehr effizient stattfinden MÜSSEN. Eigeninitiative und Geduld helfen. Die Praxis ist bestens vernetzt zu weiteren Einrichtungen, Chirurgen, etc. und sehr gut per Mail erreichbar. Wenn man im Wartezimmer sitzt bekommt man einen guten Einblick, wie das tolle Team rotiert, um täglich alles abzuarbeiten. Ich fühle mich jederzeit gut aufgehoben, kann Fragen stellen und bin m.E. auch medizinisch inzwischen auf einem guten Stand.