Handchirurgie

Handchirurgie

Die meisten der handchirurgischen Erkrankungen, die operativ versorgt werden müssen, können gut in einer sogenannten Plexusanästhesie – einer Betäubung des Armnervenbündels operiert werden. Der Vorteil ist, daß der Patient die gesamte Zeit über wach und ansprechbar bleibt und die Praxis nach einer kurzfristigen Überwachung wieder verlassen kann.

Bei den meisten Handoperationen legen wir für einen Zeitraum von einer Woche eine Gipsschiene an. Dies mindert die Schmerzen nach der Operation und ist günstig für die Heilung der Wunde.

Dupuytren`sche Erkrankung

Die Dupuytren`sche Erkrankung ist eine Bindegewebsveränderung, die sich unter der Haut in Form von Knoten und derben Strängen entlang einer fächerförmigen Sehnenplatte in der Hohlhand ( Palmaraponeurose ) entwickelt. Die Schrumpfung dieser Platte führt zur Steckhemmung der Finger.

Die Erkrankung wurde nach einem französischen Chirurgen benannt.

Die Strangbildung selbst ist schmerzlos. Zu Beginn lässt sich in der Regel ein kleiner Knoten in der Mitte der Hohlhand tasten. Dies betrifft am häufigsten den Bereich des vierten oder fünften Fingerstrahls. Dieser Knoten wächst dann als Strang in Richtung des Fingers weiter. Im weiteren Verlauf kann der Finger nicht mehr völlig gestreckt werden, der Faustschluß bleibt jedoch problemlos möglich.

Häufig gestellte Fragen zur Handchirurgie

Welche Narkose wird bei Handoperationen verwendet?

Wenn Meist eine Plexusanästhesie, bei der der Arm betäubt wird und der Patient wach bleibt.bestehen, der Bruch größer wird oder Komplikationen drohen.

Ja, man ist ansprechbar, verspürt jedoch keine Schmerzen im operierten Arm.

In der Regel ja, nach kurzer Überwachungszeit kann die Praxis wieder verlassen werden.

Sie reduziert Schmerzen, schützt die Wunde und unterstützt die Heilung.

Meist etwa eine Woche, abhängig vom Eingriff.

Zielgerichtete und sichere Diagnostik

Schnelle Abklärung der Nerveneinengung zur frühzeitigen Vermeidung bleibender Nervenschäden.

Schonende und effektive Therapie

Individuell abgestimmte konservative oder operative Behandlung für rasche Symptomlinderung.

Ambulante Versorgung mit kurzer Erholungszeit

Moderne Eingriffe ermöglichen eine schnelle Rückkehr in Alltag und Beruf.

Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Einengung des Mittelhandnerven, beim Durchtritt durch den Karpalkanal in die Hohlhand. Der Karpaltunnel liegt im Bereich der Handwurzel und kommt dadurch zustande, dass die Handwurzelknochen eine Rinne bilden, die durch ein derbes Band – das Retinaculum flexorum – zu einem Tunnel geschlossen wird. Hier verlaufen dann der Nerv und die Sehnen der Muskeln für das Fingerbeugen.

Wie äußert sich das Karpaltunnelsyndrom?

Im Anfangsstadium erwacht der Patient oft morgens mit dem Gefühl, die Hand sei wie eingeschlafen. Später stellen sich Mißempfindungen wie Kribbeln, Prickeln und Taubheitsgefühl ein. Diese Mißempfindungen betreffen Daumen, Zeige- und Mittelfinger und den halben Ringfinger. Diese Beschwerden strahlen dann auch nachts teilweise bis in den Oberarm aus.

Durch das Taubheitsgefühl klagen die betroffenen in der Folge über Schwierigkeiten bei feinen Arbeite wie Nähen oder zum Beispiel auch beim Knöpfeschließen. Sie lassen häufig Gegenstände aus der Hand fallen, egal ob schon Muskelschwund der Daumenmuskulatur eingetreten ist oder nicht. Schließlich kann es dann auch zu einem Muskelschwund der Daumenballenmuskulatur kommen.

Häufig gestellte Fragen zum Karpaltunnelsyndrom

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Eine Einengung des Mittelhandnerven im Bereich der Handwurzel.

Kribbeln, Taubheit und Schmerzen in Daumen, Zeige‑ und Mittelfinger sowie im halben Ringfinger.

Durch ungünstige Handstellungen im Schlaf steigt der Druck im Karpaltunnel.

Ein morgendliches „Einschlafen“ der Hand.

Kraftverlust, Feinmotorikstörungen und möglicher Muskelschwund am Daumenballen.

Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden, um Nervenschäden zu vermeiden.

Epicondylitis (Tennisellenbogen)

Der Tennisellenbogen ist eine spezielle Form der Knochenhautentzündung, an einem Knochenvorsprung am Ellenbogen entsteht. Die Erkrankung ist relativ hartnäckig. Es gibt viele Behandlungsmethoden, über Spritzen, Akkupunktur, Medikamente bis hin zur Operation. Diese steht stets an letzter Stelle, in der Behandlungsreihe. Bei der Operation werden die Muskelansätze vom schmerzenden Knochenvorsprung gelöst und der verantwortliche Schmerznerv wird verödet.

Ganglion (sogn. Überbein)

Ein Ganglion oder ein sogn. Überbein bildet sich in der Nähe von Gelenken und Sehnenscheiden. Es ist meist elastisch und enthält eine gallertige Flüssigkeit. Da das Ganglion benachbartes Gewebe verdrängen kann ist meist die operative Behandlung zu empfehlen. Das Ganglion wird dann vorsichtig vom benachbarten Gewebe abgelöst und entfernt.

Sulcus ulnaris Syndrom

Einengung des Ulnarnerven am sogenannten Musikantenknochen. Die Erkrankung führt zu Kribbeln und später auch zur Muskelschwäche insbesondere im Bereich des kleinen Fingers und kann durch die Freilegung und „Entfesselung“ des Nervens am Ellenbogen beseitigt werden.

Digitus saltans (Schnellender Finger)

Eine Verdickung der Sehnen für die Fingerbeugung führt bei Bewegungen (Faustschließen) zu charakteristischen Schnappphänomenen und Schmerzen. Dies entsteht dadurch, dass die Sehne sich durch quer verlaufende Zügel (die sogn. Ringbänder) „zwängen“ muss. Diese Erkrankung kann an allen 10 Fingern auftreten. Durch einen kleinen Schnitt in der Hohlhand werden die entsprechenden Sehnen aufgesucht und anschließend das betreffende Ringband gespalten. Dann kann die Sehne wieder frei gleiten.

Häufige gestellte Fragen

Was ist ein Tennisellenbogen (Epicondylitis)?

Eine schmerzhafte Reizung der Knochenhaut am äußeren Ellenbogen durch Überlastung.

Zunächst konservativ, eine Operation ist nur bei anhaltenden Beschwerden notwendig.

Eine gutartige, flüssigkeitsgefüllte Schwellung nahe Gelenken oder Sehnenscheiden.

Bei Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen ist eine operative Entfernung sinnvoll.

Eine Einengung des Ulnarnerven am inneren Ellenbogen.

Kribbeln, Taubheit und Muskelschwäche vor allem im kleinen Finger.

Eine Sehnenerkrankung mit schmerzhaftem Schnappen beim Beugen oder Strecken.

Durch einen kleinen operativen Eingriff mit Spaltung des Ringbandes.

Ja, bei frühzeitiger Diagnostik sind die Behandlungsergebnisse in der Regel sehr gut.

Bei anhaltenden Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder Funktionsverlust der Hand oder des Arms.

Individuelle und abgestufte Therapie

Behandlung von konservativen Maßnahmen bis zur gezielten Operation nur bei medizinischer Notwendigkeit.

Schonende, effektive Eingriffe

Moderne operative Techniken mit Fokus auf Schmerzreduktion, Funktionserhalt und schneller Erholung.

Durchgängige fachärztliche Betreuung

Kontinuierliche Begleitung von der Diagnostik über die Therapie bis zur strukturierten Nachsorge.

Zufriedene Kunden

Das Vertrauen und die Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten stehen für uns an erster Stelle. Ihre positiven Rückmeldungen bestätigen unseren Anspruch an Qualität, Fürsorge und medizinische Kompetenz.